 |
| „Auch Haushalte mit durchschnittlichem Einkommen können Wohneigentum erwerben. Gerade in Ballungsgebieten eignen sich hierfür Reihenhäuser. Damit wird Wohneigentum auch für Familien erschwinglich.“ Dies erklärte der Bundes- minister für Verkehr, Bau- und Wohnungs- wesen, Reinhard Klimmt, heute in Berlin. Um zu zeigen, dass Reihenhäuser nicht nur bezahlbar sondern gleichzeitig individuell gestaltbar sind, hat das Ministerium zusammen mit dem Verband der Privaten Bausparkassen und der Bundesgeschäfts- stelle der Landesbausparkassen einen Wettbewerb ausgelobt, mit dem gute, bereits gebaute Beispiele für nachfragegerechte preisgünstige Reihenhäuser von einer unabhängigen Kommission ausgesucht und heute von Reinhard Klimmt prämiert wurden. Die Eigentumsbildung sei in den Ballungs- räumen gegenüber den ländlichen Regionen wesentlich schwieriger, so der Minister. Der Eigentumserwerb pro 1000 Einwohner durch Neubau sei in den ländlichen Regionen deutlich mehr als doppelt so häufig. |
|
Ein Grund hierfür seien die hohen Bodenpreise, betonte Klimmt. Insgesamt sei Deutschland ein „teurer“ Standort bei Bau- und Bodenkosten. Im Vergleich mit ausländischen Bauweisen ergäbe sich ein Kostensenkungspotential von 30 - 50% allein bei den Baukosten. Untersuchungen zeigten, dass sich jährlich etwa 100.000 Mieter im Alter von 25 - 39 Jahren bei Nutzung der Eigenheimzulage zusätzlich Wohneigentum leisten könnten, wenn die Objektpreise auf 300.000 DM sinken würden. Daher wolle die Bundesregierung noch in dieser Legislaturperiode eine neue Initiative zum kosten- und flächensparenden Bauen starten, erklärte Reinhard Klimmt. Ein erster Schritt in diese Richtung sei der Reihenhauswettbewerb. Neu war an dem Wettbewerb, dass die im Rahmen einer Befragung ermittelte Einschätzung der Bewohner der Reihenhäuser wesentlich in das Gutachterurteil einging. Als besonders wichtige Qualitäten von Reihenhaussiedlungen wurden z.B. hervorgehoben: |
- Ein sozial und gestalterisch intaktes Wohnumfeld sowie gemeinschaftsfördernde Raumbildungen für Kommunikation und Kinderspiel.
- Das unverwechselbare Erscheinungsbild von Siedlung und Haus, z. B. durch Farbe, Staffelung und Material.
- Sicht- und lärmgeschützte Terrassen im Garten.
- Zumutbare Entfernung zu und ausreichende Anzahl von PKW-Stellplätzen, auch für Besucher.
- Das Preis Leistungs Verhältnis, das bei Reihenhäusern im Vergleich zu freistehenden Einfamilienhäusern besonders günstig ist.
|
|
| Die Gutachterkommission hat 6 Projekte für eine Auszeichnung und ein Projekt für eine Anerkennung vorgeschlagen. Die Aus- zeichnungen werden für das Projekt |
|
vergeben, d.h., an den Architekt und den Bauträger gemeinsam. Die Projekte mit Auszeichnung und Preisgeld sind: |
- Hennigsdorf, Waldrandsiedlung
- Kempten.- St. Mang, Auf der Ludwigshöhe
- Lünen, An der Steinhalde
- Marburg Moischt, Bettacker
- Viersen, Freudenbergstraße
- Weimar, Lessingstraße
|
| Eine Anerkennung ohne Preisgeld erhält das Projekt |
- Ludwigsburg, Rotbäumlesfeld In diesem Projekt wurden die Baukosten, infolge der Lage in einer Hochpreisregion - 12 km Entfernung von Stuttgart - überschritten. Die Eigentümer beurteilten das Preis Leistungsverhältnis als gut.
|
Quelle: BMVBW Bundesministerium für
Verkehr, Bau- und Wohnungswesen 
|
|
 |